Brief des Kreises an den Hegeringsleiter

Vortragsveranstaltung des Hegering Coesfeld
(20. April 2012 um 19:00 Uhr)
"Bestandsituation von Hasen und Fasanen"
Die Jagdstrecken im Jagdjahr 2011/2012 bei Fasanen und insbesondere bei Hasen waren in vielen Jagdbezirken gegenüber den letzten Jahren erheblich vermindert. Eine Ursache hierfür liegt bisher nicht vor. Daher haben wir den Experten Dr. Thomas Gehle (Referent für Niederwild - Landesbetrieb Wald und Holz Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung) zu einer Vortragsveranstaltung eingeladen, die am 20. April 2012 um 19:00 Uhr in der Gaststätte "Zum Coesfelder Berg" stattfinden wird. Die Vortragsdauer wird etwa 45 Minuten betragen. Darüber hinaus steht Dr. Gehle nach dem Vortrag für eine Diskussion zur Verfügung, in der auch Fragen zur gegenwärtigen Debatte der Änderung des Jagdrechtes / Jagdwesens in NRW erörtert werden können. Die Gesamtdauer der Veranstaltung beträgt maximal 2 Stunden.
Der Hegering Coesfeld lädt alle Mitglieder und Interessenten zu diesem hoch aktuellen Thema ein.

Dr. Thomas Gehle
Jahrgang 1967
bis 1993 Studium der Forstwissenschaften an der Universität Göttingen (Arbeiten über den genetischen Zustand des Rotwildes in Niedersachsen)
1996 Staatsexamen in Nordrhein-Westfalen
1999 Promotion am Institut für Forstgenetik der Universität Göttingen über das Verfahren der Generhaltung von Eichenbeständen in NRW (daneben Arbeiten über das Auftreten von Kreuzungen aus Rot- und Sikawild im Arnsberger Wald)
bis 2001 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Forstwissenschaften der Technischen Universität Dresden (Arbeiten über das Ausmaß genetischer Unterschiede des Rotwildes in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern, Arbeit zum aktuellen Kenntnisstand über den Feldhasen in Europa)
bis 2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wildtierforschung an der Tierärztlichen Hochschule Hannover (Arbeiten zum Vorkommen von Rebhuhn und Waldschnepfe, wissenschaftliche Begleitung des Verbundprojektes "Lebensraum Brache").
2. Jägerinnen-Stammtisch
09. Dezember 2011
Neun Jägerinnen folgten der Einladung von Andrea Weinstock zum 2. Stammtischtreffen in den "Jägerhof" in Coesfeld.
"Ein riesiger Erfolg!" schwärmte Andrea, die begeistert war, dass fast alle Jägerinnen, die auch schon beim ersten Treffen anwesend waren, ihrer Einladung gefolgt sind. Zwei Damen aus Velen und eine Dame aus Billerbeck hatten sich zu diesem Kreis der Jägerinnen gesellt. Und so nahm man Platz im gemütlichen Jagdzimmer der Gaststätte.
Nach Austausch ihrer Jagderlebnisse verabredete man sich zu einer Wildkräuterführung in Kirchhellen am 15.06.2012. Im Anschluss hieran ist ein gemeinsames Kochen - natürlich von Wild - eingeplant. Weitere Erkundigungen hierzu können bei Andrea Weinstock eingeholt werden.
Der nächste Stammtisch der Jägerinnen ist für den
02. März 2012 um 19.30 Uhr im Jägerhof Coesfeld geplant.

Die "Rollende Waldschule" war für den Hegering im Einsatz
Dezember 2011.
Am 08. und 09.12.2011 besuchte die Rollende Waldschule die Maria Frieden Schule im Coesfeld. Jeweils zwei dritte und vierte Klassen wurden hier von Peter Lau unterrichtet.
Warum gehen wir zur Jagd? Was ist der Unterschied zwischen einem Feldhasen und ein Kaninchen? Warum findet man "Steine" im Magen eines Fasanes? Warum ist die Henne nicht so bunt wie der Hahn?
Diese und viele weitere Fragen wurden von den Kindern schnell gelöst. Auch den Unterschied zwischen einem Sommer- und Winter"fell" des Rehes konnten die Kinder erkennen.
Mit Begeisterung waren Kinder und Lehrer dabei, als Peter Lau das Können seiner Jagdhunde vorführte und waren besonders angetan, die Hunde aber auch die mitgebrachten Tiere aus der Waldschule streicheln und berühren zu können. Beeindruckt war man vom Gefieder der Eulen und konnte so verstehen, warum eine Eule lautlos ihre Beute anfliegen kann.
So zeigte sich wieder, dass durch den Besuch der Waldschule in den Schulen aber auch schon in den Kindergärten der Sinn und die Funktion der Jagd den Schülern und Lehrern näher gebracht werden kann.
….
….

Rollende Waldschule beim "Loburger Vielerlei"
11. Dezember 2011
Beim Loburger Vielerlei sollen die Gäste vor allem Produkte rund um die Loburg genießen. In diesem Jahr
war dies vor allem das Wild in allen Variationen: als Wurst, Salami oder Schinken.
Der Wurststand mit Wildbratwürsten war am ganzen Tag dicht umlagert. - Auch die "Rollende Waldschule" war auf Einladung hin anwesend und fand viele Interessenten.
…..
….
….
Schreiben der unteren Jagdbehörde an die Hegeringe
November 2011.
Sehr geehrte Damen und Herren,
beachten Sie bitte die Meldepflicht bis 15.11. an die Untere Jagdbehörde Coesfeld für die gemäß der Allgemeinverfügung der Oberen Jagdbehörde (siehe Anlage) erlegten Ringeltauben.
Von 330 Revieren im Kreis Coesfeld liegen bis jetzt erst Meldungen für 50 Reviere vor.
Sie können Ihre Meldungen telefonisch an Frau Grygosch durchgeben: 02541-183211
Mit freundlichen Grüßen
Berthold Brosterhues
Untere Jagdbehörde


Hegering veranstaltete Hubertusmesse
Jagdhornbläser und ZruFV Coesfeld/Lette unterstützen die Messe

Schon im Mittelalter hat sich der Brauch entwickelt, am Hubertustag eine feierliche Messe zu Ehren des Hl. Hubertus zu lesen. Nach der Legende aus dem 8. Jahrhundert war Hubertus ein skrupelloser Geselle, der exzessiv der Jagd frönte. Eines Tages hatte Hubertus im Wald einen Hirsch aufgetrieben. Schon hatte Hubertus seinen Bogen gespannt, da erblickte er zwischen den Geweihstangen des Hirsches ein leuchtendes Kreuz. Zugleich vernahm er eine Stimme, die ihn dazu ermahnte, nicht nur an die schönen Dinge des Lebens zu denken, sondern auch an Jesus und an das ewige Leben.
Für Hubertus bedeutete diese Erscheinung eine grundlegende Bekehrung. Er wandte sich von der Jagd ab und stellte sein Leben in den Dienst der Verkündigung von Gottes Barmherzigkeit.
In Gedenken an den Hl. Hubertus gestaltete der Hegering Coesfeld gemeinsam mit dem Zucht- Reit- und Fahrverein Coesfeld/Lette am Sonntag (06.11.) um 10.00 Uhr in der ausgeschmückten Pfarrkirche St. Lamberti zu Coesfeld die Hubertusmesse, die von unserem neuen Pfarrdechanten Johannes Arntz zelebriert wurde. Die Bitten des Hl. Hubertus fanden in den Klängen der Jagdhörner ihren Ausdruck und hier trugen die Jagdhornbläser „Hubertus Coesfeld“ unter der Leitung von Wolfgang Oster die musikalische Gestaltung. Viele Freunde der Natur, eine große Anzahl der Bürger und Jäger waren unserer Einladung gefolgt, so dass die festlich ausgeschmückte St. Lamberti-Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt war. Im Anschluss an die Messe traf man sich zu einem gemütlichen Beisammensein mit den Jagdhornbläsern im „Jägerhof“ bei Maria.




Treffen der Jägerinnen am 14.09.2011 im Jägerhof
Der erste Jägerstammtisch unserer Jägerinnen hat im "Jägerhof" stattgefunden. Hier traf sich die Iniatorin diesesTreffens Andrea Weinstock mit 9 weiteren Jägerinnen des Hegeringes zu einem Gedankenaustausch. Hierbei wurde so manches spannende Event ins Auge gefasst…! Genauere Einzelheiten wollte Andrea noch nicht ausplaudern. Es soll jetzt ein neues Treffen am
Freitag, 9. Dezember um 19.30 Uhr im Jägerhof, Coesfeld
stattfinden.

Zwei Informationsabende zur Jägerausbildung
Kreis Coesfeld – Die Lehrgänge der Kreisjägerschaft Coesfeld zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung 2012 beginnen im Oktober 2011.
Der erfahrene – und erfolgreiche - Ausbildungsleiter Max Höcke bietet dazu zwei Informationsabende an:
Einmal im Bereich Coesfeld am 3. Oktober (Montag/Feiertag) ab 20 Uhr in der Gaststätte Zum Coesfelder Berg (Schulte Osthoff, Bergallee 51) und dann im Bereich Lüdinghausen am 5. Oktober (Mittwoch) ab 20 Uhr in der Gaststätte Ettmann (Zu den drei Linden, Elvert 26).
Der Monat Oktober ist grundsätzlich ein „Schnuppermonat“ – und somit auch unverbindlich, die definitiven Anmeldungen für die Ausbildung erfolgen erst im November. Wer im Oktober noch verhindert ist, kann aber auch später noch in die Kurse einsteigen.
Der Vorbereitungslehrgang dauert etwa acht Monate. Im Kurs werden alle Prüfungsgebiete von langjährig erfahrenen Dozenten ausführlich behandelt Gelehrt werden die Bereiche
- Einführung in das Wesen der Jagd und in die jagdliche Organisation,
- Kenntnisse der Tierarten,
- Wildbiologie und Naturschutz,
- Wildhege,
- Wildschadensverhütung sowie
- Land- und Waldbau,
- Waffenkunde und
- jagdliches Schießen,
- Jagdbetrieb,
- Jagdhunde,
- Reviereinrichtungen,
- Jagdausübungsarten und Fallenjagd,
- Behandlung von erlegtem Wild (Wildbrethygiene) und
- Wildkrankheiten,
- Jagd-, Waffen-, Tierschutz-, Naturschutz- und Landschaftspflegerecht.
Der Ablauf der Jägerprüfung 2012 wurde wie folgt festgelegt:
Mo. 23.04.2012
Schriftliche Prüfung
Di. 24.04.2012
Schießprüfung
Mi. 25.04.bis Fr. 27.04.2012
Mündlich-praktische Prüfung
Einladung zum Stammtisch für Jägerinnen
Liebe Jägerinnen im Hegering Coesfeld,
es ist an der Zeit, einen Stammtisch zu gründen, der uns die Möglichkeit gibt, Kontakte innerhalb der weiblichen Jägerschaft zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und gesellig miteinander einen schönen Abend zu verbringen.
Ich würde mich freuen, wenn Interesse besteht, an einem Treff in lockerer Runde teilzunehmen. Die Organisation nehme ich gerne in die Hand und bitte um Nachricht bis zum 07. September 2011, damit ich planen kann. Ein solcher Stammtisch könnte – wenn gewünscht – drei- bis viermal jährlich stattfinden.
Für ein erstes Treffen habe ich
Mittwoch, den 14. September 2011
ab 19.30 Uhr im „Jägerhof“ Coesfeld
vorgesehen.
Ich freue mich auf eine positive Rückantwort – wenn möglich auf diesem Schreiben - und viele spannende Geschichten rund um die Jagd !
Horrido !
Andrea Weinstock
Eine Rückantwort wird bei Interesse erbeten:
Andrea Weinstock - Marienburgerstr. 2a, 48653 Coesfeld - 02541 87261
anwaltskanzlei@weinstock-peckedrath.de
Die folgenden Artikel werden bald archiviert!
Am 25.03.2011 fand die Jahreshauptversammlung des Hegering Coesfeld in der Gaststätte "Zum Coesfelder Berg" - Schulte Osthoff in Coesfeld statt.
H.-J. Israel neuer Leiter des Hegering Coesfeld
Hegeringvollversammlung / Ralf Nielsen als Stellvertreter gewählt
Coesfeld. Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Saal des "Coesfelder Berg", als am 25.03.2011 die Jagdhornbläser Hubertus Coesfeld die "Begrüßung der Jäger" anstimmten. Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Franz-Josef Schulze Thier sowie der Jagdbeirat der unteren Jagdbehörde W. Gorschlüter wurden vom stellvertretenden Hegeringleiter H.-J. Israel hierzu begrüßt. Er gab den anwesenden Mitgliedern des Hegerings einen Überblick über das Jagdjahr 2010, das geprägt war von der Krankheit und dem Tode unseres Hegeringleiters Bernard Benthaus. Ihm galt das letzte Halali der Jagdhornbläser.

Israel dankte weiter Paul Kröger, der den Hundetag 2010 nach dem Ausscheiden der Obfrau für das Hundewesen nahezu allein mit großem Erfolg organisiert hatte. Als neue Obfrau für das Hundewesen konnte Israel jetzt Petra Bitting offiziell vorstellen, die für 2011 neue Hundeführerlehrgänge ankündigte. Eine Anmeldung hierzu ist unter der Tel Nr.: 02542 - 7706 erforderlich.
W. Gorschlüter erinnerte die Jäger an die Meldepflicht für die Abschüsse von Tauben während der Schonzeitaufhebung und wies neben der Meldepflicht über Schwarzwildstrecken auf die Komoranverordnung hin. Hier können Ausnahmegenehmigungen für jagdausübungsberechtigte Teichbesitzer beantragt werden.
Weiter gab Gorschlüter einen Streckenüberblick im Kreis Coesfeld (siehe auch hierzu weiter unten). Er ermahnte die Jägerschaft zur Zurückhaltung bei der Hasenjagd. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass Ansitzeinrichtungen mindestens 75 m von der Reviergrenze entfernt sein müssen. Ebenso zeigte er auf, dass das Pilotprojekt der Abschusspläne für Rehwild für 1 Jahr verlängert wurde.
Bodo-Fuchs_pixelio.de
Gorschlüter: "Hasenjagd mit Vernunft"
Die Obleute gaben ihre Berichte. Hier gab der Chronist an, dass diese Internetseite auf ein CMS System übertragen werden soll. Für diese aufwendige Arbeit hat er den Jagdkollegen Florian Knobloch als Mitstreiter gewonnen. M. Hesselmann trug den Kassenbericht vor. Nach dem Bericht der Kassenprüfer, die dem Kassierer und dem Vorstand gute Arbeit bescheinigten und Entlastung beantragten, die ohne Gegenstimme erfolgte, wurde Henrik Schulze Hillert als neuer Kassenprüfer gewählt.
Im Mittelpunkt des Abends stand die Ergänzungswahl des Vorstandes, die durch Ableben des Hegeringleiters B. Benthaus erforderlich wurde. Der bisherige Stellvertreter H.-J. Israel stellte sich für die kommenden 3 Jahre als Leiter des Hegering Coesfeld zur Verfügung und wurde einstimmig von der Vollversammlung gewählt. Er deutete an, dass er mit dann 67 Jahren die Altersgrenze erreicht haben wird. Als neuen Stellvertreter des Hegeringleiters konnte der Hundeführer und Jagdaufseher Ralf Nielsen gewonnen werden, der ebenfalls einstimmig gewählt wurde. Seine Verbindung zum Rathaus wurde von Gorschlüter schmunzelns als sehr nützlich bezeichnet. Man kann nie wissen.....!
Von den 32 Revieren des Hegering Coesfeld hatten 28 Reviere die Trophäen ausgestellt, ein einmaliges Ergebnis im Kreis Coesfeld. Allerdings wies W. Gorschlüter darauf hin, dass in diesem Jagdjahr das angestrebte Verhältnis zwischen älteren und jungen Rehböcken nicht erzielt wurde, sprich: es wurden weit mehr jüngere als alte Böcke erlegt. Die goldene Plakette für den stärksten Bock konnte Gorschlüter, der die Bewertung aller Trophäen durchgeführt hatte, an Cornelia Thiess vergeben. Die Silberne Plakette für den ältesten Bock erhielt Josef Wissmann. Die Bronzene Plakette für die interessanteste Trophäe erhielten jeweils Benno Schülting sowie D. Tibroni.

Die Trophäen.....

GOLD - Frau Cornelia Thiess wird von Franz Josef Schulze Thier beglückwünscht.

SILBER
8-9 Jahre wurden für diesen Bock geschätzt

Die beiden BRONZE "Lebensböcke"
Es erfolgten weitere Ehrungen:
Ehrenmitgliedschaft der KJS 50 Jahre:
F-K. Freiherr von Graes
Theo Hagemann
Hugo Krug
Dr. Theo Vahlmann
Helmut Welling
Hugo Krug/F.J. Schulze Thier
Verdiensturkunde 50 Jahre DJS Verband:
Josef Wichmann
Treuenadel DJS Verband 40 Jahre:
Dr. Klaus Benze
Georg Brügger
Walter Stenzel
Erika Wies
Treuenadel DJS Verband 40 Jahre:
Franz Volpert
Klaus Verfürth
Dietmar Rotthäuser
Wilhelm Selting
Anton Ewers
Bernard Ewers
Verdienstnadel in Bronze des LJV NW:
Ruth Gorschlüter
Dr. Klaus Warnecke
Hier die Geehrten, nicht alle waren anwesend...

Ruth Gorschlüter und Dr. Theo Vahlmann

Josef Wichmann und Erika Wies

Dr. Klaus Benze und Georg Brügger

Walter Stenzel sowie die 40er (siehe oben)
Den Abschluss des Versammlungtages bildete der Vortrag des neuen stellvertretenden Hegeringleiters Ralf Nielsen über „Effektive Krähenbejagung mit dem freundlichen Lockbild“, der die Zuhörer mit Details einer modernen effektiven Krähenjagd im Bann hielt. „Raus aus dem Bett (früh!) - Anfangen - Durchhalten“ rief Nielsen den Jägern in seinem Schlusswort zu.

Raus aus dem Bett (früh!) - Anfangen - Durchhalten
- DJV: Jagdrecht in Deutschland bestätigt -
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat das Jagdrecht in Deutschland bestätigt: Reviersystem, Pflichtmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften sowie die flächendeckende Bejagung sind zeitgemäß. "Damit hat der Gerichtshof Reformbestrebungen jegliche Grundlage entzogen. Und das ist richtig, denn Wildtiere kennen keine Grundstücksgrenzen. Hege und Jagd müssen flächendeckend und lebensraumbezogen umgesetzt werden", betonte Jochen Borchert, Präsident des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV). Das Allgemeinwohl müsse immer über Einzelinteressen, etwa denen von ethisch motivierten Jagdgegnern, stehen. Ein Flickenteppich von bejagten und nicht bejagten Grundstücken leistet laut DJV Seuchenzügen, etwa durch die Schweinepest, Vorschub. Enorme Schäden in Forst- und Landwirtschaft durch rasant wachsende Wildbestände wären eine weitere Folge.
Der DJV begrüßt es sehr, dass der EGMR die Argumente von Jägern, Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzern in seiner Urteilsbegründung aufgenommen hat. Mit ihrer Entscheidung haben die europäischen Richter bestätigt, dass Deutschlands Jagdrecht im Sinne der Allgemeinheit geeignet ist, trotz dichter Besiedlung eine hohe Artenvielfalt und einen gesunden Wildbestand zu erhalten. Die Interessen von Grundeigentümern werden dabei ausreichend berücksichtigt. DJV und Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (BAGJE) haben sich als Drittbeteiligte im Verfahren maßgeblich für den Erhalt des deutschen Jagdrechts eingesetzt.
Achtung: Schonzeit für Ringeltauben
Schreiben der Unteren Jagedbehörde des Kreises Coesfeld sowie der Oberen Jagdbehörde
1. Sehr geehrte Damen und Herren,
vorliegende Mail der Oberen Jagdbehörde erhalten Sie zur Kenntnis.
Das Zenario der "Nichtmeldung" trifft auch für den Kreis Coesfeld zu. Von 330 Jagdbezirken haben nur 55 Jagdbezirke bis zum Meldetermin 15. November 2010 gemeldet. Entweder wurden tatsächlich nicht mehr Reviere bezgl. Tauben während der Schonzeitaufhebung bejagt oder es erfolgen keine Meldungen an die Untere Jagdbehörde.
Sollte für den Kreis Coesfeld die Schonzeit für Ringeltauben künftig nicht durch Allgemeinverfügung aufgehoben werden, weise ich schon jetzt darauf hin, dass ausreichende Personalressourcen zur Bearbeitung eventuell hier eingehender Einzel-Ausnahmeanträge (einschließlich Einholung der Stellungnahmen durch den Kreisjagdberater sowie der Landwirtschaftskammer), also wie in "alten" Zeiten, nicht vorhanden sind.
"Im Übrigen haben die Jagdbehörden davon auszugehen, dass wegen fehlender Streckenmeldungen eine Schonzeitaufhebung für Ringeltauben in weiten Teilen des Kreises Coesfeld wohl nicht mehr erforderlich ist."
Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag Berthold Brosterhues
Kreis Coesfeld - Der Landrat
Guten morgen liebe Kollegen,
wir bereiten gerade die o. g. Allgemeinverfügungen vor. Der Auflage, dass die im Rahmen der Schonzeitaufhebung erlegten Ringeltauben zu melden sind, wird oftmals nur nach mehrmaliger Aufforderung und Erinnerung nachgekommen, teilweise gar nicht. Die Auflage beruht auf der in Art. 9 III EG-Vogelschutzrichtlinie vorgeschriebenen jährlichen Berichtspflicht der Mitgliedsstaaten gegenüber der Europäischen Kommission.
2011 wird in einem Kreis die Schonzeit für Ringeltauben nicht aufgehoben, da dort die Rückmeldung bei ca. 1/3 liegt. Sollten auch in Ihrem Kreis/Ihrer kreisfreien Stadt der Meldepflicht nur unzureichend nachgekommen werden, so bitte ich um entsprechende Mitteilung.
Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag Nadine Kolberg
Landesbetrieb Wald und Holz NRW
Obere Jagdbehörde
Schwannstr. 3
40476 Düsseldorf
Der Hegering Coesfeld bittet alle Revierinhaber um Beachtung der Meldepflicht über erlegte Ringeltauben im Rahmen der Schonzeitaufhebung!
Jagdstrecken 2009/10
