
75 Jahre Jagd-Gebrauchshundeverein
Westmünsterland e.V.
Mit einer beeindruckenden Hubertusmesse im Park der Weissenburg in Billerbeck begann am 10. September 2011 der Festabend des Jagd-Gebrauchshundevereins Westmünsterland e.V. zum Anlass seines 75 jährigen Bestehens. Zu Ehren ihres erst kürzlich verstorbenen Gründungs- und Ehrenmitgliedes hatte der Verband zuvor die Jubiläums-HZP als
"Theo Niehoff Gedächtnis Prüfung"
durchgeführt.
Pfarrdechant Hans-Theo Hülper hat es sich nicht nehmen lassen, diese Hubertusmesse zu lesen. Unterstützt wurde er hierbei von den Jagdhornbläsern Hubertus Coesfeld, die die Jägermesse zu Ehren des Hl. Hubertus für Jagdhörner in "b" von Hermann Neuhaus darboten. Die Leitung der Bläser hatte Agnes Nabel inne.



Im Park der Weissenburg konnte Werner Gorschlüter die Gäste
vor dem festlich geschmücktem Altar begrüßen.
Der 1. Vorsitzende des JGV Westmünsterland Werner Gorschlüter konnte bei warmer Witterung und Sonnenschein (!) die Hundeführer sowie die zahlreich erschienenen Gäste zu dieser Festveranstaltung begrüßen.

75 Jahre JGV Westmünsterland
= 75 Jahre waidgerechte Jagd im Westmünsterland!
(Werner Gorschlüter)



Die Hubertusbläser geleitet von Agnes Nabel - Hans-Theo Hülper bei der Predigt - selbst die Vögel sangen mit.
Die Messeteilnehmer.
Grußworte an die Festgesellschaft richteten der Präsident des JGHV Werner Horstkötter sowie der DJV Vizepräsident Dr. Hermann Hallermann. Beide gingen hierbei auf den weiteren Bestand der Wasserarbeit in der bisherigen Form ein. Hierbei sei zu beachten, dass ein Jagdhund Leistungen erbringen muss, um bei der Jagd (hier Wasserarbeit) bestehen zu können. Nicht weniger wichtig aber erscheinen die Rückschlüsse für die Jagdhundezucht. Aus dieser Jagdhundezucht kommen unsere für die Zukunft brauchbaren Jagdhunde.
Eine flugunfähige Ente sucht instinktiv Deckung auf, drückt sich, taucht. Nur wenn der Hund diesem Reiz der flugunfähigen Ente ausgesetzt ist, wird der für die Jagd wertvolle, nützliche und wirklich brauchbare Hund zu erkennen sein.
Dabei muss sein Finderwille erkennbar sein, er muss vor den Augen der Prüfer eine lebende Ente finden, sie in Bewegung bringen und auf der Schwimmspur oder sichtig verfolgen. Die vor dem Hund gestreckte Ente muss er ohne Scheu aufnehmen und bringen. Es muss der Nachweis zu führen sein, dass der Hund lebendem Wild nicht ausweicht.
Sollte es am Wasser nicht mehr möglich sein, die durchhaltewilligen, wasserpassioniert veranlagten Jagdhunde herauszufiltern, ist die negative Auswirkung für die Zucht erheblich. Daher sei die Jagd auf lebende Ente in dieser genannten Form alternativlos. Die Jagdform wie z.B. in Schleswig-Holstein ist strikt abzulehnen. (Anmerk.d.Red.: In SH wird auf die vorübergehend flugunfähig gemachte Ente verzichtet und es wird an "flugfähigen, wildstämmigen Stockenten" gearbeitet)
Diesen Grußworten schloss sich der 1. Vorsitzende des KJS Coesfeld Franz Josef Schulze Thier an. Alle wünschten dem Jagd-Gebrauchshundeverein für die weiteren 25 Jahre alles Gute, Dr. Hallermann erweiterte diese Wünsche sogar auf die kommenden 75 Jahre!
Nach einem reichhaltigen Abendessen mit u.a. Hochzeitssuppe, Zwiebelfleisch und herrlichem Nachtisch schritt man dann zur Siegerehrung der "Theo Niehoff Gedächtnisprüfung".
"Wenn in den Jahren zuvor die erworbenen 180 Punkte die Schallgrenze bedeutet haben, so ist heute bereits die 190 Punktegrenze deutlich überschritten!" erklärte W. Gorschlüter den gespannt wartenden Hundeführern, unter denen eine große Anzahl von "Erstlingsführern" waren. Unter den Siegern (und das waren die Teilnehmer dieser Prüfung alle!) fanden sich auch für die Mitglieder des Hegering Coesfeld bekannte Gesichter: Paul Feldmann hatte mit Leika vom Ahler Esch gerade den Jugendsieger auf dem Hundetag des Hegeringes vorgestellt. Daneben sah man auch Petra Bitting, Walter Stenzel und Erich Thieß: der Hegering war mit seinen Hundeführern gut vertreten!

Ein Tusch für die Sieger - daneben der älteste Teilnehmer Paul Feldmann mit dem Hundeführer
des jüngsten Hundes.
Bildergalerie auf der Sonderseite
Die Ergebnisse: